Test des Cupra Formentor: Komfort und Verhalten in der Stadt sowie auf der Autobahn

Der Cupra Formentor zieht zunächst durch sein Aussehen als hochgelegtes Coupé, seine straffen Linien und seine kupferfarbenen Details an. Doch sobald man am Steuer sitzt, ändert sich die Frage: Wie verhält er sich wirklich im Alltag, zwischen engen Parklücken und langen Fahrten auf der Autobahn? Dieser Test des Formentor konzentriert sich auf zwei spezifische Bereiche, die Stadt und die Autobahn, um zu bewerten, was der SUV von Cupra in diesen Anwendungen tatsächlich wert ist.

Formentor in der Stadt: Die empfundene Breite verändert alles

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass ein Auto breiter ist, als es tatsächlich ist? Genau das passiert am Steuer des Formentor. Mehrere aktuelle Tests heben hervor, dass der Fahrersitz ein verstärktes Breitengefühl vermittelt, was die Manöver in engen Straßen oder Tiefgaragen stressiger macht als erwartet.

Weiterlesen : Entdecken Sie die Berufe im Gesundheitswesen: Rollen und Ausbildungen der Fachkräfte

Das Fahrzeug ist kein Koloss, aber die niedrige Sitzposition des Fahrers, kombiniert mit den dicken Karosseriestützen und der abfallenden Motorhaube, verringert die periphere Sicht. Um dem entgegenzuwirken, integrieren die neueren Versionen (Facelift 2024/2025) eine 360°-Kamera, einen Parkassistenten und eine Totwinkelüberwachung. Diese Hilfen verändern die Situation, vorausgesetzt, man hat sie in seiner Version.

Ohne diese Ausstattungen erfordern Parklücken und das Einfädeln in dichten Verkehr mehr Aufmerksamkeit. Das ist ein Punkt, den man unbedingt vor dem Kauf überprüfen sollte, besonders wenn man hauptsächlich in städtischen Gebieten fährt. Eine umfassende Rückmeldung zu diesem Thema ist im Cupra-Test auf der Seite Pulsion Laval verfügbar, der das Verhalten in der Stadt detailliert beschreibt.

Auch interessant : Entdecken Sie die Inzuchtkarte in Frankreich: Regionen, Geschichte und Gesundheitsfragen

Innenraum des Cupra Formentor mit Sportlenkrad, digitalem Cockpit und Mittelkonsole mit kupferfarbenen Akzenten

Kofferraum und Platzangebot: Die Falle des Plug-in-Hybriden

Warum über den Kofferraum in einem Test über den Komfort sprechen? Weil ein reduzierter Kofferraum die Nutzung im Alltag verändert. Bei den Verbrennerversionen (TSI Benzin, TDI Diesel) liegt das Ladevolumen bei etwa 410 bis 450 Litern. Ausreichend für einen kompakten SUV dieser Größe.

Bei den Plug-in-Hybrid-Versionen sinkt das Kofferraumvolumen auf 345 Liter. Der unter dem Boden verbaute Akku frisst schnell Platz, sei es für einen Kinderwagen, große Einkäufe oder Urlaubsgepäck.

Dieser Unterschied ist nicht unerheblich. Er beeinflusst die Wahl der Motorisierung weit über den reinen Kraftstoffverbrauch hinaus. Das bedeutet konkret:

  • In der Stadt begünstigen kurze Fahrten und häufige Ladevorgänge den Plug-in-Hybrid, aber der reduzierte Kofferraum schränkt die Familienvielfalt im Alltag ein.
  • Auf der Autobahn behalten die Verbrennerversionen ein großzügigeres Kofferraumvolumen und vermeiden die Frage nach der erschöpften elektrischen Reichweite.
  • Für eine gemischte Nutzung (Stadt unter der Woche, lange Fahrten am Wochenende) bietet die Mild-Hybrid-Version (eTSI) einen interessanten Kompromiss, ohne den Laderaum zu opfern.

Verhalten des Formentor auf der Autobahn: Leere Batterie, steigender Verbrauch

Auf der Schnellstraße zeigt sich der Formentor stabil und gut platziert. Die Federung bietet einen Komfort/Dynamik-Kompromiss, der sportlich orientiert ist, ohne unbequem zu werden. Lange Fahrten sind nicht übermäßig anstrengend, und die Geräuschdämmung bleibt für die Kategorie der kompakten SUVs in Ordnung.

Das eigentliche Thema ist die Plug-in-Hybrid-Motorisierung auf der Autobahn. Ein Langstreckentest des Formentor e-Hybrid 204 zeigt, dass bei leerer Batterie der Verbrauch deutlich ansteigt. Der Verbrennungsmotor muss dann allein ein durch die Batterie schwereres Fahrzeug antreiben, ohne von der elektrischen Unterstützung zu profitieren.

Dieses Phänomen mindert das Interesse an PHEVs für diejenigen, die regelmäßig Kilometer auf der Autobahn zurücklegen, ohne die Möglichkeit zu haben, zwischen den Fahrten aufzuladen. Das DSG-Doppelkupplungsgetriebe hingegen arbeitet unabhängig von der Motorisierung flüssig und reaktionsschnell. Es schaltet die Gänge ruckfrei, was zum Fahrkomfort beiträgt.

Blauer Cupra Formentor in Bewegung auf einer französischen Autobahn, dreiviertel Rückansicht mit dynamischem Geschwindigkeitsunschärfe

Motorisierung TSI, Diesel oder Hybrid: Welche für welchen Einsatz

Der Formentor bietet eine breite Palette an Motorisierungen. Diese technische Wahl hat direkte Auswirkungen auf den Komfort und das Verhalten, nicht nur auf den Verbrauch.

Benzin TSI und Mild-Hybrid eTSI

Der 1.5 TSI-Motor (und seine eTSI-Variante mit leichter Hybridisierung) stellt das beste Gleichgewicht für eine gemischte Nutzung dar. Die leichte Hybridisierung unterstützt den Motor, ohne das Kofferraumvolumen zu reduzieren. In der Stadt reduzieren Phasen der Motorabschaltung im Leerlauf und beim Verzögern den Verbrauch. Auf der Autobahn bleibt der Motor agil und das DSG optimiert die Gangwechsel.

Plug-in-Hybrid e-Hybrid

Diese Wahl rechtfertigt sich, wenn Sie überwiegend in der Stadt mit einer zugänglichen Ladestation fahren. Die elektrische Reichweite deckt die täglichen Stadtfahrten ab. Auf der Autobahn hingegen, bei leerem Akku, verblasst der Vorteil und das zusätzliche Gewicht belastet den Verbrauch.

Diesel TDI

Für Vielfahrer auf der Autobahn bleibt der Diesel relevant. Er bietet ein großzügiges Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und einen kontrollierten Verbrauch auf langen Strecken. Der Fahrkomfort auf der Autobahn profitiert davon, da der Motor bei stabiler Geschwindigkeit weniger beansprucht wird.

DSG-Getriebe und Fahrmodi: Was das Fahrgefühl wirklich verändert

Das DSG-Doppelkupplungsgetriebe ist ein zentrales Element des Verhaltens des Formentor. Im Comfort-Modus erfolgen die Gangwechsel sanft und der Motor bleibt diskret. Im Cupra-Modus wird die Beschleunigungsreaktion direkter und die Lenkung straffer.

Der Unterschied zwischen diesen Modi beschränkt sich nicht auf eine Änderung der Motorsteuerung. Die adaptive Federung (verfügbar je nach Ausstattung) verändert tatsächlich die Dämpfung. In der Stadt absorbiert der Comfort-Modus die Unebenheiten der Straße. Auf der Autobahn stabilisiert der Sport-Modus die Karosserie in Kurven bei hoher Geschwindigkeit.

Diese individuelle Einstellung ermöglicht es, das Fahrzeug an den Kontext anzupassen, was die Vielseitigkeit des Formentor im Vergleich zu konkurrierenden SUVs, die oft auf ein einziges Register festgelegt sind, verstärkt.

Der Cupra Formentor hält seine Versprechen als vielseitiger Sport-SUV, vorausgesetzt, man wählt die richtige Motorisierung entsprechend den gewohnten Fahrten. Der Plug-in-Hybrid glänzt in der Stadt, büßt jedoch auf der Autobahn bei leerer Batterie ein, während der 1.5 eTSI den besten Gesamtkompromiss bietet. Die empfundene Breite im urbanen Fahrverhalten bleibt der Hauptpunkt der Aufmerksamkeit, der durch die Fahrassistenzsysteme der neueren Versionen ausgeglichen wird.

Test des Cupra Formentor: Komfort und Verhalten in der Stadt sowie auf der Autobahn